Materialanalyse

In der RMS Foundation stehen Ihnen die folgenden Methoden der Materialanalytik an metallischen, keramischen oder polymeren Werkstoffen zur Verfügung. Alle Prüfleistungen sind nach ISO/IEC 17025 akkreditiert.

Röntgenfluoreszenzanalysen (RFA) an metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen

Qualitative und quantitative energiedispersive und wellenlängendispersive Röntgenfluoreszenzanalysen (RFA) an metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung (Natrium bis Uran im Periodensystem der Elemente).

Equipment: Röntgenfluoreszenzspektrometer BRUKER S8 TIGER / Handheld Röntgenfluoreszenzspektrometer BRUKER S1 Titan LE

Ansprechpartner: Fabrizio Bigolin+41 (0)32 644-2023

Anorganische Analysen mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS)

ICP-MS ist eine robuste und sehr empfindliche Methode in der anorganischen Elementaranalytik, mit welcher die meisten Elemente in Spuren (ab Nanogramm pro Milliliter) nachgewiesen werden können. Sie eignet sich für nahezu alle anorganischen Analysenaufgaben, beispielsweise zur Detektion von extrahierbaren anorganischen Rückständen nach ISO 10993, zur Bestimmung von Abriebmaterial in Schmierölen, von Schwermetallrückständen in Werkstoffen (RoHS) und Lebensmitteln und der Zusammensetzung von Trinkwasser, Blut und Gewebeproben. Falls die Proben als Feststoff (z. B. als Kristall oder Polymer) oder in einer organischen Matrix (z. B. in Öl oder Blut) vorliegen, müssen diese vorgängig durch Aufschluss in Lösung gebracht werden.

Equipment: Agilent 7700x ICP-MS

Ansprechpartner: Christoph Stähli+41 (0)32 644-2044

Energiedispersive Mikrobereichsanalysen (EDX)

Qualitative und quantitative Analyse der Oberfläche von festen oder pulverförmigen Werkstoffen mittels ener­gie­dispersiver Röntgenstrahlungsanalyse (EDX) im Rasterelektronenmikroskop (REM) zur Identifikation der Elemente Bor bis Uran. Quantitative Ana­lysen ermöglichen die Gehaltsbestimmung ausgewählter Elemente.

Equipment: Zeiss EVO MA25 mit Oxford x-Max 50 Detektor

Ansprechpartner: Fabrizio Bigolin+41 (0)32 644-2023

Lesen Sie mehr zum Thema EDX in unserem Newsletter Nr. 6 

Trägergas-Heissextraktionsanalyse (TGHE) von C, S, H, N, O und Ar in Metallen

Trägergas-Heissextraktionsanalyse in inerter oder reaktiver Gasatmosphäre zur quantitativen Bestimmung der Elemente Kohlenstoff, Schwefel, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Argon in metallischen und nichtmetallischen Materialien.

Equipment: LECO CS 230 Kohlenstoff-Schwefelbestimmungsgerät / Bruker G8 Galileo & Massenspektrometer ESD 100

Ansprechpartner: Fabrizio Bigolin+41 (0)32 644-2023

Infrarotspektroskopie (FT-IR)

Infrarotspektroskopie (Fourier transformierte Infrarotspektroskopie FTIR) zur Identifikation von organischen Substanzen, Polymeren, Klebstoffen, Fetten, Ölen etc. Es steht ein vollautomatisches FT-IR-Mikroskop mit motorisiertem ATR-Kristall (ATR = abgeschwächte Totalreflexion) zur Verfügung für komplett automatisierte Messungen an mikroskopischen Proben (Festkörper, Pulver, Flüssigkeiten) in den Messmodi Transmission, Reflexion und ATR.

Equipment: FT-IR Mikroskop Bruker Lumos

Ansprechpartner: Fabrizio Bigolin+41 (0)32 644-2023

Kalorimetrische Analysen an Werkstoffen (DSC)

Verfahren zur Messung der Enthalpieänderungen einer Probe beim Aufheizen, Abkühlen oder bei konstanter Temperatur mittels Differential Scanning Calorimetry (DSC). Das Messverfahren ist in der Lage, sowohl die Temperaturen bei denen die Enthalpieänderungen stattfinden, als auch quantitativ deren Wärmetönungen zu messen. Die Messungen können in verschiedenen Gasatmosphären und mit unterschiedlichen Heiz- bzw. Kühlraten durchgeführt werden.

Equipment: Mettler STAR System DSC1

Ansprechpartner: Fabrizio Bigolin+41 (0)32 644-2023

Mikrokalorimetrische Messungen an Lösungen und Feststoffen (nicht akkreditierte Dienstleistung)

Messung der durch eine chemische und/oder physikalische Reaktion freigesetzten Wärme zur Bestimmung von thermodynamischen Eigenschaften von Lösungen und Feststoffen. Die resultierenden Wärmeflussdaten im Milliwattbereich und unter isothermen Bedingungen werden kontinuierlich als Funktion der Zeit aufgezeigt. Das Einspritzen und Mischen von Flüssigkeiten unter isothermen Bedingungen ist während der Messung möglich, um so z. B. erste Phasen einer Zementreaktion zu untersuchen.

Equipment: Kalorimeter (isotherm) TAM Air 3115/3238 mit Einspritzampulle Admix

Ansprechpartner: Marc Bohner+41 (0)32 644-2040

Glührückstandsbestimmung an Polymeren

Bestimmung des Glührückstandes oder der Asche von Polymeren sowie des Textilglas- und Mineralfüllstoffgehaltes von glasfaserverstärkten Kunststoffen mittels Veraschung oder Kalzinierungverfahren.

Viskositätsbestimmung

Bestimmung der inhärenten Viskosität und des Molekulargewichts von PE.

Equipment: Viskosimeter LAUDA Proline PV 15

Ansprechpartner: Fabrizio Bigolin+41 (0)32 644-2023

Partikelanalysen

Die Partikelanalyse dient der qualitativen oder quantitativen Ermittlung von Partikelgrössenverteilungen in Pulvern, Suspensionen und Emulsionen. Auch die Charakterisierung von Abriebpartikeln aus Verschleissversuchen kann durchgeführt werden. Es stehen verschiedene Messprinzipien zur Verfügung:

Bei der Laserbeugung werden die Partikel mit einem Laserstrahl bestrahlt. Durch die teilweise Ablenkung des Laserlichts entsteht hinter der Probe eine charakteristische, ringförmige Intensitätsverteilung, die von einem Detektor erfasst und in eine Partikelgrössenverteilung umgerechnet wird (nach Mie oder Fraunhofer). Das Verfahren erlaubt die qualitative Bestimmung in einem Messbereich von 0.017– 2000 µm (nass) bzw. 0.04 – 2000 µm (trocken). Integrierter Ultraschall sorgt für eine gute Dispergierung.

Durch Filtration und Dokumentation können ebenfalls Partikelgrössen und -Formen bestimmt werden.

Equipment: Beckman Coulter LS 13320 (Laserbeugungsprinzip) / Partikelbestimmung durch Filtration und Dokumentation in Lichtmikroskop und REM

Ansprechpartner: Thomas Imwinkelried+41 (0)32 644-2018

Lesen Sie mehr zum Thema Partikelgrössenanalyse in unserem Newsletter Nr. 17 

Schichtdickenmessung

Zerstörungsfreie Schichtdickenmessung mittels Wirbelstromverfahren (DIN EN ISO 2316) und magnetinduktivem Verfahren (DIN EN ISO 2178). Somit können nichtmagnetische Schichten auf Stahl und Eisen (Fe) sowie nicht leitende Schichten auf allen Metallen gemessen werden. Das Messverfahren erlaubt eine Schichtdickenbestimmung in einem Messbereich von 0 – 2000 µm (Fe) bzw. 0 – 1200 µm (Metalle). Mit einem Messstativ ist ein präzises und punktgenaues Messen selbst auf kleinen Proben möglich.

Equipment: Fischer Dualscope FMP20

Ansprechpartner: Dieter Streit+41 (0)32 644-2021

Leitfähigkeitsmessungen an Nichteisenmetallen

Schnelle, zerstörungsfreie und präzise Messung der elektrischen Leitfähigkeit von Nichteisenmetallen bei unterschiedlichen Messfrequenzen. Bestimmung des Aushärtezustandes von ausscheidungshärtenden Legierungen (z. B. AI, Cu).

Equipment: Fischer Sigmascope SMP10

Ansprechpartner: Lukas Eschbach+41 (0)32 644-2020

Korrosionsmessungen (elektrochemische Verfahren)

Bestimmung der lokalen Korrosionseigenschaften desMaterials bzw. von realen Oberflächen metallischer Werkstoffe mit dem EC-Pen. Pen-Spitze: A = 1.5 mm2.  

Equipment: EC-Pen mit Jaissle Potentiostat

Ansprechpartner: Lukas Eschbach+41 (0)32 644-2020

Lesen Sie mehr zum Thema Korrosionsmessungen in unserem Newsletter Nr. 3

to top